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Internet: www.toplitzsee.at
E-mail: info@toplitzsee.at

Von
den Parkplätzen in Gössl, am Ende des Grundlsees
führen zwei etwa 1600 m lange Wanderwege zum Toplitzsee.
Entweder
die Straße vorbei an der kleinen Kirche durch das Dorf
Gössl mit dem anschließenden Waldweg entlang der
180 m hohen Gössler Wand oder der Waldweg mit dem Abstecher
zur romantischen Ranftlmühle.

Daten zum Toplitzsee
Seehöhe: 718 m
Breite: ca. 250 m
Länge: 1,8 km
Tiefe: 103 m
DER
SCHATZ IM TOPLITZSEE
Quelle: Die Presse. - Wien, 31. Oktober 1963
Gold, Diamanten, Falschgeld, Listen und Geheimkonten
- alles soll sich unter der dunklen Oberfläche des Sees
verbergen, versenkt von SS-Kommandos in den letzten Tagen
des Krieges. Ein Kranz von Gerüchten und Legenden hat
sich seither um diese SS-Aktion gebildet, und diese führten
zu unterirdischen Fehden miteinander verfilzter, sich bekämpfender
seriöser und unseriöser Bergungstrupps ...
Es war Anfang Mai 1945. Eine Kolonne staubbedeckter Wehrmachtlastkraftwagen
rollte in Hitlers "Alpenfestung". Die Ladung bestand
aus Banknotenpressen, aus Dokumentenbeuteln und falschen Pfundnoten.
Die SS-Fälscherwerkstätte im KZ Oranienburg, in
der Häftlinge falsche Pfundnoten herstellen mußten,
mit denen Englands Währung untergraben werden sollte,
wurde verlagert, Mussolini-Befreier Skorzeny hatte die "Führer"
des "Dritten Reiches" auf die ideale Lage des Ausseer
Landes als "Schatzkammer" aufmerksam gemacht, in
die nun alles hineingepfercht wurde, was dem Zugriff der Alliierten
entzog en werden sollte: Gemälde, Gold- und Devisenbestände,
Pläne, Geheimaufzeichnungen - und die Fälscherwerkstätte.
Aber der Transport aus Oranienburg hatte Pech, die Kolonne
ging während eines Fliegerangriffes in Flammen auf.
Nur zwei Lastkraftwagen blieben übrig, fuhren ziellos
durch die Gegend, auf der Flucht vor den anrückenden
Alliierten. Was sollte mit der Ladung geschehen? Man telefonierte
mit Kaltenbrunner. Aber der hatte bereits andere Sorgen. "Schmeißt
den Plunder ins Wasser", schrie er in den Hörer
und legte auf. Sein Befehl wurde wörtlich durchgeführt.
Man setzte sich mit dem Leiter der Marineversuchsstation am
Toplitzsee in Verbindung und versenkte die Ladung.
Die Alliierten bekamen jedoch bald Wind von der Aktion. Froschmänner
begannen zu tauchen, aber sie fanden nichts. Die Schwierigkeiten
waren zu groß. "Einige Meter über dem Grund
hat sich ein Rost aus Baumstämmen gebildet, die in den
See gefallen sind", erklärten die Amerikaner. "Dieser
Rost ist eine Tode sfalle."
Doch auch die Umgebung des Sees wurde zur Falle, in der manche
Schatzsucher für immer hängenblieben. Im Februar
1946 unternahmen zwei ehemalige Mitarbeiter der Marineversuchsstation
Toplitzsee eine Bergtour auf den Feuerkogel, von der sie nicht
mehr zurückkehrten. Einen Monat später fand man
ihre Leichen hundert Meter unter dem Gipfel, unweit jenes
Platzes, auf dem ein zwischen dem Führerhauptquartier
und dem SS-Kommando Altaussee hin- und herfliegender Fieseler
Storch öfter gelandet war. Ein Unfall, mutmaßte
man.
Einem Unfall fiel im August 1955 auch ein anderer ehemaliger
Mitarbeiter der Marineversuchsstation im Gebiet um den Toplitzsee
zum Opfer, ein Frankfurter, der von einem einen Meter hohen
Plateau abglitt und dabei den Tod fand. Einige Jahre später
gab es wieder einen tödlichen Bergunfall, das Opfer war
ebenfalls in der Marineversuchsstation beschäftigt gewesen.
Waren es wirklich Unfälle? Oder hatten die Männer
etwas gesucht, vielleicht geheime Skizzen über den genauen
Versenkungsort? Wurden ihnen die Skizzen abgejagt oder entledigte
sich irgend jemand unbequemer Konkurrenten?
Im Juli 1959 gelang einer deutschen Illustrierten endlich
das, was viele Schatzsucher vorher vergeblich versucht hatten:
Ein von ihr finanziertes Bergungsteam holte aus dem Toplitzsee
Kisten mit falschen Pfundnoten im Wert vo n ungefähr
500 Millionen Schilling herauf, die in der Nationalbank in
Wien verbrannt wurden. Unmittelbar darauf wurde die Aktion
gestoppt, der See behält seine restlichen Geheimnisse
...
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