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Die
übrigen Brauchtümer aus dem gesamten Salzkammergut
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Trommelweib - Krampus - Nazissenkönigin
- Flinserl - Musiker
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Sieht
man von diversen Neujahrsveranstaltungen und -Konzerten ab, beginnt
das Brauchtumsjahr im Salzkammergut mit dem 5.Jänner
| Glöcklerlaufes
(5. Jänner) |
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den Traunsee-Orten sowie in Bad Ischl, Lauffen, Strobl und
St. Wolfgang laufen in den Abendstunden weiße Gestalten,
die klingende Schellengurte tragen. Auf dem Kopf tragen sie
vielgestaltige Lichterkappen, von innen beleuchtet. Die meisten
Formen sind Sturmhaube, Stern, Fünfzack und Siebenzack.
Ausgangsort dürfte Ebensee gewesen sein. Die Glöckler
bringen Glück und sollen vor Elementarereignissen schützen.
Ihre Anzahl bestimmt das im kommenden Jahr zu erwartende Glück |
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| Fasching |
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Unmittelbar
nach dem 6.Jänner beginnt die sogenannte Faschingszeit,
die damm ihren Höhepunkt an den sognannten heiligen
drei Faschingstagen findet. Nach einer Reihe von Bällen
der verschiedensten Organisationen kommt es am Faschingsonntag,
-montag oder -dienstag zu bunten Faschingsumzügen,
die zumeist nach einem bestimmten Motto ausgerichtet sind.
Berühmt ist der Fetzenumzug in Ebensee, der am Faschingmontag
stattfindet. Der Parapluimarsch ist die ständig wiederholte
Begleitmelodie, die einfallsreich verkleideten "MASCHKERA"
nach und nach in eine Art Trance versetzt.
Was in Ebensee der Parapluimarsch und der Fetztenzug, das
ist den Ausseern der bekannte Ausseer Faschingmarsch und
die berühmten Trommelweiber und der Flinserlzug.
Die Trommelweiber, ausschließlich Männer in weiten,
gestärkten Nachtgewändern früherer Jahrhunderte
verspotten der Überlieferung nach die Bürgerfrauen,
die nächtlicherweile Ihre Männer im Wirtshaus
suche.
Die Flinserl, es gibt männliche und weibliche, sind
freundliche Frühlingsfiguren, die Kinder mit Nüssen
und Früchten beschenken, wenn sie deftige Vierzeller
aufsagen könne. Die Gewänder sind mit Stoffornamenten
reich verziert und über und über mit Silberflitter
benäht (Flinserl). Der überreiche Prunk soll durch
den Salzhandel nach Aussee gekommen sein.
Musik- und
Gesangsgruppen ziehen von Wirtshaus zu Wirtshaus und tragen
die Faschingsbriefe vor, in welchem lustige Mißgeschicke
der Bürgerschaft während des Jahres zum Besten
gegeben werden. Der Faschingsbrief geht auf das mittelalterliche
Rügegericht zurück, welchem dem Gesinde an einem
einzigen Tag im Jahr gestattete, Kritik an ihrem Herrn zu
üben. Aus Vorsichtsgründen vermummte man sich
dabei.
Das Schützenwesen, mit Schützenzügen und
Schütztentänzen gehört ebenfalls als Fixpunkt
zum Ausseer Fasching.
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| Gründonnerstag
- Karfreitag |
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Das
Antlass-Ei, ein am Gründonnerstag
gelegtes Hühnerei soll dem Volksglauben nach Wunderkraft
besitzen und auch nicht verderben. Es wird von den Zimmerleuten
im Gebälk des Dachstuhls verborgen und soll vor Hochwasser
und Blitzschlag bewahren. Gründonnerstag - Antlasstag
(Antlass-singen in Traunkirchen)
Karfreitag - Wenn die Kirchenglocken
verstummen - rücken im Trauntal die Ratscherbuben aus
(Gründonnerstag bis Auferstehung) |
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| Ostersonntag |
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Zu den Osterbräuchen
die weiter verbreitet sind, gehört das Verschenken
bunter Eier. Das Ei galt als Symbol des Lebens. Allerlei
Spiele sind im Brauch, Oatutschn, Oascheibn über zwei
Besenstiele usw.
Unter Verliebten ist es im Ausseer Land üblich, daß
das Mädchen dem Auserwählten ein Oatüchl
schenkt.Ein buntgewebtes oder handbedrucktes Seidenhalstuch,
das zum Steirerrock oder Spencer getragen wird.
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| Liabstatt
- Sonntag |
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ersten Frühlingssonntag wird in Gmunden der Liabstatt
- Sonntag begangen. Jahrmarktähnliche Stimmung, es ist
der Tag an dem ein junger Mann seine Auserwählte zum
ersten mal ausführt. |
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| Sommerbeginn
- Almauftrieb |
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| Etwa
mit dem Sommerbeginn fällt auch der Viehauftrieb auf
die Hochalmen zusammen. Untrennbar mit der Vorstellung des
Almlebens ist auch die Liebe zum Dirndl und das Fensterln
verbunden. Es ist herzerfrischend, sich beispielsweise vom
Bad Ischl Oberbergmeister Lois Blamberger seine Fensterlerlebnisse
erzählen zu lassen. Wie er mit Leiter und Maultrommel
bewaffnet der Angebeteten ein Ständchen macht - und eingelassen
wird. Und wie er sich im Morgengrauen leise davon macht, wobei
das Dirndl noch einmal im Fenster erscheint und nachruft:
Pfiat die Gott Lois, aber Maultrummln konnst bessa! |
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Kirtag (Altaussee) |
| Über
das ganze erstreckte sich die verschiedenen Kirtage, die zwar
religiöser Bedeutung einiges eingebußt haben, aber
dennoch mit oft urtümlicher Freude begangen werden. Dieses
Fest dauert z. B. in Altaussee volle 3 Tage, in welchen nahezu
300 Fässer Bier geleert und mehrere tausend Hendln verzehrt
werden. |
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| Pfeifertag |
| Der
Pfeifertag findet am 15. August auf einer Alm im Salzkammergut
statt. 1985 60-jähriges Jubiläum auf der Blaa-Alm,
traditionelle Melodien teils noch aus der Franzosenzeit (
vor 1800). |
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| Gamsbartolympiade |
| Die
Gamsbartolympiade findet
alljährlich in Bad Goisern statt. Bewertet wird Länge
und Farbe der Barthaare und des Reifes sowie auch die Sorgfältigkeit
der Bindearbeit. Dieses Fest wird sehr stark von bayrischen
Teilnehmern besucht. |
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| Almabtrieb |
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Prunktvoll
wird auch in einigen Orten wie z.B. rund um den Wolfgangsee
der Almabtrieb begangen (besonderer Schmuck für Almtier
und Leitkuh).
In Ausseer Gegend verteilt dabei die Sennerin an Kinder die
sogenannten Almraungerln - ein Gebäck mit Holzmodel ausgestochen,
aus Mehl, Butter, Rahm, Zimt und Zucker. |
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| Liachtbratlmontag |
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| Vielleicht
weniger Bekannt ist schon der Liachtbratlmontag, der vor allem
im Raume um Bad Ischl noch bis heute gefeiert wird. Es ist
der Tag, an dem erstmals im Herbst bei der Arbeit künstliches
Licht verwendet wrden muß (1.Montag im Oktober). Es
war und ist üblich, daß der Meister seinen Mitarbeitern
ein Essen (Bratl) zahlt. |
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| Fische |
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| Im
späten Oktober und November laichen Forellen und Saiblinge,
zu Zuchtzwecken werden eine gewisse Anzahl Fische gefangen
und Laich und Rogenen in Zuchtanstalten gebracht. Die Saiblinge
werden in der Lechthütte am Grundlsee und in Altaussee
am offenen Feuer gebraten und den mitgekommenen Besuchern
oder Gästen angeboten. Dazu wird musiziert und gezeicht.
Die Fischereirechte im Salzkammergut sind sehr unterschiedlich
geregelt. Die Seen und Flüsse sind teils in staatlicher
(Bundesforste) Hand, teils privat. An den größeren
Seen, Traunsee, Mondsee und Attersee gibt es hauptberufliche
Fischer. |
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| Kathreintanz |
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| Findet
Ende November statt (Kathrein stllt den Tanz ein!) |
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| Clementifeier
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| Der
Holzknechte (23. November - Klemes) |
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| Barbarafeier
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| Der
Bergleute am 4.Dezember in den Barbarakapellen tief im Berginneren. |
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| Nikolobräuche |
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| Sogenannte
Passen mit verschiedensten Figuren, wie Krampus, Graßteufel,
Nikloomandl und -weibl, etc. sie ziehen von Haus zu Haus.
In Bad Mittendorf findet das traditionelle Nikolospiel statt.
Ebenso wie die beeindruckende Vorstellung der Schab. |
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| Jagdrechte |
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| Die
Jagdrechte im Salzkammergut sind größtenteils in
Händen der Österr. Bundesforste und sind großteils
an Jagdpächter vergeben. Die Schwarzjagd (Wilderei) war
bis in unser Jahrhundert herein trotz aller Aufsichtsmaßnahmen
nicht ganz zu unterbinden, ohne das Wildern gut heißen
oder beschönigen zu wollen, sollte dennoch bei der Beurteilung
des Problems bedacht werden, daß das Jagdrecht jahrhundertelang
in Händen der bäuerlichen Bevölkerung war (aus
einer (Urkunde des Stiftes Admont: "Soferne sich einer
was erlaufen mag") Mit der Zunahme der Bevölkerungsdichte
und der Erfindung weittragener Feuerwaffen wurde zwangsläufig
eine strengere Bewirtschaftung notwendig. Aus Sicht der Bevölkerung
aber wurde diese dadurch eines Rechtes beraubt, an dem sie
mit aller Hartnäckigkeit festhalten wollen. In den Augen
der Bevölkerung galt das Wildern nie als Diebstahl und
ein geschickter Wilderer, der ja mußte, genoß
zumindest noch im vorigen Jahrhundert etwa das ansehen, daß
heute einem Spitzensportler entgegengebracht wird |

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| Sauabstechen |
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| Es
ist heute noch üblich, daß boshafte Nachbarn oder
Bekannte in der Nacht vor der Schlachtung die Tür des
Saustalles vernageln oder auch das zu schlachtende Tier auslassen,
so daß durch diesen Schabernack die Schlachtung zumindest
verzögert wird. Der Termin des "Sauabstechens"
wird daher strengstens geheimgehalten. Auch ist es üblich,
daß junge Burschen in unbeaufsichtigten Momenten den
abgetrennten Saukopf stehlen und im nächtsten Gasthaus
zubereitenlassen; er wird dann von einer fröhlichen Zecherrunde
oft unter Einladung des Besitzters verzehrt. |
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| Krippen |
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| Zahlreich
handgeschnitzte Krippen in privater Hand; Kripperlroas in
Bad Ischl: organisierte Besichtigung einer Reihe von Kripperln.
Advendsingen, Turmblasen, Mette. |
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| Silvester |
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| Böller
- und Pistolenschießen gehören zu Silvester zur
Tradition, nicht Feuerwerke der Neuzeit, die durch Handel
und Industrie iniziert wurden. |
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